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Konzepte

Konzept

Sokratische Methode

Bei der sokratischen Methode bekommst du keine Antworten, sondern Fragen, bis du selbst auf die Lösung kommst.

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    Die Ausgangsfrage

    Mnemo nennt das Thema und stellt eine einfache erste Frage. Du siehst, wie viele Einsichten du finden sollst — welche, siehst du nicht.

    Die Ausgangsfrage

    Mnemo nennt das Thema und stellt eine einfache erste Frage. Du siehst, wie viele Einsichten du finden sollst — welche, siehst du nicht.

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    Nur Fragen

    Mnemo behauptet nichts. Bist du auf einer falschen Spur, antwortet er mit einer Frage, an der sie zerbricht.

    Nur Fragen

    Mnemo behauptet nichts. Bist du auf einer falschen Spur, antwortet er mit einer Frage, an der sie zerbricht.

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    Selbst draufkommen

    Jede Einsicht, die du selbst aussprichst, wird aufgedeckt. Am Ende siehst du die eigenen Sätze, die sie getroffen haben.

    Selbst draufkommen

    Jede Einsicht, die du selbst aussprichst, wird aufgedeckt. Am Ende siehst du die eigenen Sätze, die sie getroffen haben.

Stell dir vor, du fragst jemanden etwas und bekommst nur eine Gegenfrage. Nervig? Vielleicht. Aber nach ein paar Fragen merkst du plötzlich: Ich weiß die Antwort ja selbst. Genau das ist die sokratische Methode. Lernen durch Fragen statt durch Vorsagen.

Sokrates lebte vor rund 2400 Jahren in Athen. Er schrieb selbst nichts auf, sein Schüler Platon hat seine Gespräche überliefert. Im Gespräch „Menon“ fragt Sokrates einen Sklaven-Jungen, wie man ein Quadrat doppelt so groß macht. Der Junge rät erst falsch: einfach die Seiten verdoppeln. Sokrates sagt ihm die Lösung nicht, er stellt nur weitere Fragen, bis der Junge sie selbst findet.

Was du dir selbst erklärst, verstehst du tiefer, als wenn du es nur hörst. Beim Antworten merkst du auch, wo dein Wissen noch Lücken hat. Und eine Lösung, auf die du selbst gekommen bist, vergisst du nicht so schnell.

Bei den Gesprächsübungen in Mnemorya, zum Beispiel beim Streitgespräch mit Mnemo, kannst du den sokratischen Modus wählen. Dann stellt Mnemo nur Fragen. Mnemo behauptet nichts und widerlegt nichts. Du kommst selbst auf die Antwort.

Im Wiki: Streitgespräch

Wissenschaftliche Grundlage

Die Arbeiten, auf denen diese Methode beruht. Jede ist über ihren DOI direkt nachprüfbar — nachschlagen ist ausdrücklich erwünscht.

  1. Jugendliche, die beim Lesen über den Blutkreislauf nach jedem Satz sich selbst erklären sollten, was er bedeutet, verstanden den Stoff deutlich besser.

    Chi, M. T. H., De Leeuw, N., Chiu, M.-H., & Lavancher, C. (1994). Eliciting Self-Explanations Improves Understanding. Cognitive Science, 18(3), 439–477.

    doi.org/10.1207/s15516709cog1803_3
  2. Über viele Studien hinweg zeigt sich: Wer beim Lernen dazu gebracht wird, Dinge in eigenen Worten zu erklären, lernt spürbar mehr.

    Bisra, K., Liu, Q., Nesbit, J. C., Salimi, F., & Winne, P. H. (2018). Inducing Self-Explanation: a Meta-Analysis. Educational Psychology Review, 30(3), 703–725.

    doi.org/10.1007/s10648-018-9434-x

Weitersehen

Ausgewählte Videos zum Vertiefen. Die Links öffnen direkt bei den jeweiligen Urhebern auf YouTube.