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Konzept

Vergessenskurve

Die Vergessenskurve zeigt, wie schnell wir Neues wieder vergessen, wenn wir es nicht wiederholen, und wann sich Wiederholen am meisten lohnt.

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    Entdecken

    In „Für dich“ siehst du Inhalte aus der Community, die zu deinen Interessen passen, etwa eine Story über ein Buch. Was dich packt, leihst du dir aus.

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    In „Deins“ kommt die Story wieder. Du siehst sie noch einmal und sagst ehrlich, wie gut sie sitzt.

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    Einprägen

    Aus deiner Antwort rechnet Mnemorya, wann du sie zu vergessen beginnst, und legt sie dir kurz vorher wieder vor. Die Kurve bleibt oben, bis zum Schmetterling.

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Stell dir vor, du lernst am Montag fünf neue Vokabeln. Am Dienstag weißt du noch einiges, am Freitag fast nichts mehr. Genau das zeigt die Vergessenskurve: Am Anfang vergisst du sehr schnell, danach immer langsamer.

Entdeckt hat das Hermann Ebbinghaus, ein Forscher aus Deutschland. Er hatte keine Versuchspersonen, also lernte er einfach selbst, und zwar sinnlose Silben wie „DAX“ oder „BOK“. So konnte ihm kein Vorwissen helfen. Er maß, wie viel Zeit er beim zweiten Lernen sparte, und schrieb 1885 das Buch „Über das Gedächtnis“. Im Jahr 2015 haben zwei Forscher aus Amsterdam seinen Versuch nachgebaut und fast dieselbe Kurve bekommen.

Dein Kopf hebt nicht alles auf. Was du nicht mehr brauchst, lässt er nach und nach fallen. Holst du etwas wieder hervor, kurz bevor es weg ist, merkt dein Kopf: Das ist wichtig. Danach fällt die Kurve langsamer ab.

Mnemorya plant jede Wiederholung so, dass die Karte zurückkommt, kurz bevor du sie vergessen würdest. Normalerweise passiert das, wenn die geschätzte Chance, dass du dich erinnerst, auf etwa 90 % fällt. Unter „Wie sicher willst du sein?“ kannst du das zwischen 70 und 97 % einstellen. Fällige Karten erscheinen dann einfach in deinem Feed.

Im Wiki: Impulse

Wissenschaftliche Grundlage

Die Arbeiten, auf denen diese Methode beruht. Jede ist über ihren DOI direkt nachprüfbar — nachschlagen ist ausdrücklich erwünscht.

  1. Ebbinghaus lernte selbst Reihen sinnloser Silben und zeigte, dass wir kurz nach dem Lernen am meisten vergessen und später immer weniger.

    Ebbinghaus, H. (1885). Über das Gedächtnis. Untersuchungen zur experimentellen Psychologie. Duncker & Humblot, Leipzig.

  2. Die englische Übersetzung von Ebbinghaus' Buch macht seine Versuche und die erste Vergessenskurve für alle zugänglich.

    Ebbinghaus, H. (2013). Memory: A Contribution to Experimental Psychology. Annals of Neurosciences, 20(4).

    doi.org/10.5214/ans.0972.7531.200408
  3. Ein Forscher wiederholte Ebbinghaus' Versuch über viele Wochen an sich selbst und fand fast dieselbe Kurve, mit einem kleinen Sprung nach dem Schlafen.

    Murre, J. M. J., & Dros, J. (2015). Replication and Analysis of Ebbinghaus’ Forgetting Curve. PLOS ONE, 10(7), e0120644.

    doi.org/10.1371/journal.pone.0120644

Weitersehen

Ausgewählte Videos zum Vertiefen. Die Links öffnen direkt bei den jeweiligen Urhebern auf YouTube.